Rechte & Pflichten beim Paddeln:
Lautlos über spiegelblanke Seen gleiten. An wildromantischen Ufern rasten.
Wildtiere beobachten ... Mit dem Kanu erlebt man die Natur hautnah. Hinter jeder
Landzunge, hinter jeder Flussbiegung warten neue Naturerlebnisse. So entdecken
denn auch immer mehr Zeitgenossen die Faszination des Kanuwanderns in Schweden.
Aber die Natur gehört nicht nur den Kanufreunden. Je mehr wir werden, um so mehr
Rücksichtnahme eines jeden einzelnen ist erforderlich. Wir sind Gäste in der
Natur und tragen große Verantwortung gegenüber unserer Umwelt.
Dies ist auch der Grundgedanke des Allmansrätt, des schwedischen Rechtes zum
Gemeingebrauch.
Wildtiere beobachten, ohne diese zu stören
Ein Prachttaucher mit Nachwuchs. Ein Fischadler, der hoch über dem See seine
Kreise zieht. Das dort hinten am Ufer muss ein Biber sein. Wildtiere beobachten
zu können, stellt ein Naturerlebnis ganz besonderer Art dar. Hier lautet die
Devise: Beobachten ja, aber bitte nicht stören. Versuchen Sie nicht, den Tieren
so nahe wie möglich zu kommen, um sie z.B. zu fotografieren oder um sie einfach
besser sehen zu können. Benutzen Sie statt dessen ein Fernglas bzw. ein
Teleobjektiv. Da man sich mit dem Kanu beinahe geräuschlos bewegen kann,
passiert es leicht, dass man brütenden Vögeln auf Inseln oder im Uferbereich zu
nahe kommt. Insbesondere in Frühjahr und Sommer, wenn die Vögel brüten und ihren
Nachwuchs aufziehen, müssen Sie besonders umsichtig sein. Werden die Vogeleltern
vom Nest verjagt oder wird die Vogelbrut getrennt, minimieren sich die
Überlebenschancen der Jungvögel
Hier einige Tipps, die Störungen vermeiden helfen:
Paddeln Sie mit offenen Augen durch die Natur! Wenn Vögel oder andere Tiere
nervös auftreten, sind Sie ihnen zu nahe gekommen. Ziehen Sie sich schnell
zurück. Der Prachttaucher, der oft auf Inseln brütet, reagiert auf Störungen
besonders empfindlich. Wenn er in Ufernähe umher schwimmt, liegt sein Nest
vermutlich ganz in der Nähe: Gehen Sie nicht an Land, um eine Pause zu machen
oder um Ihr Zelt aufzuschlagen, wenn sich in der Nähe Nistplätze von Vögeln
befinden. Der Fischadler ist ein weiterer Vogel, der auf Störungen sehr
empfindlich reagiert. Sein Nest befindet sich oft gut sichtbar in der Spitze
einer Kiefer in Ufernähe oder auf einer kleinen Insel. Wenn der Fischadler hoch
oben über seinem Nest in der Luft "steht", sind Sie ihm zu nahe gekommen! Hetzen
Sie keine Vogelfamilie vor Ihrem Kanu her! Insbesondere in schmalen Flüssen ohne
schützende Ufervegetation ist die Gefahr groß, dass die Jungen voneinander
getrennt werden. Sollten Sie in eine solche Situationen geraten, legen Sie eine
Paddelpause ein, bis die Vögel ein Versteck gefunden haben. Wenn Sie mit
mehreren Kanus unterwegs sind, ist es am besten, wenn die Gruppe sich sammelt
und dann in einem Zuge die Vogelfamilie so rasch wie möglich passiert. So stören
Sie am wenigsten. Bestimmte Gebiete mit besonders empfindlicher Vogelfauna
werden als Vogelschutzgebiete geschützt. Dort ist das Anlandeten oder ein
Aufenthalt in der näheren Umgebung verboten. Auch in anderen Gebieten z.B. in
Uferschutzgebieten oder in Naturreservaten kann das schwedische Allmansrätt
durch besondere Regeln eingeschränkt werden. In solchen Gebieten kann z.B. das
Entfachen von Lagerfeuern oder das Zelten außerhalb der angelegten Lagerplätze
verboten sein. Über die geltenden Vorschriften geben entsprechende
Informationstafeln Aufschluss. Die Gebiete können auch durch weiße
Ringmarkierungen an Bäumen in Kombination mit einem stilisierten Stern markiert
sein.
Am Lagerplatz keine Spuren hinterlassen!
Übernachten Sie in erster Linie auf offiziell angelegten Lagerplätzen. Dort
sind Feuerstelle, Abfallbehälter und Trockentoilette vorhanden. Ist dies nicht
möglich, wühlen Sie Ihren Lagerplatz stets so, dass er außerhalb der Sichtweite
von Wohn- und Ferienhäusern liegt, damit Anwohner nicht gestört werden. Ohne
Erlaubnis des Grundeigentümers dürfen Sie nicht länger als eine Nacht an ein und
derselben Stelle verbringen. Sind Sie in einer größeren Gruppe unterwegs, ist
die Erlaubnis des Grundeigentümers in jedem Fall erforderlich, auch wenn Sie nur
eine Nacht bleiben möchten. Beim Verlassen des Lagerplatzes dürfen keinerlei
Spuren zurückbleiben. Lassen Sie niemals Abfall zurück, auch nicht den
allerkleinsten Schnipsel. Bedenken Sie bitte, dass nach Ihnen noch andere
Kanuwanderer kommen werden und auch kleine Müllreste sich im Laufe der Zeit
summieren. Legen Sie Ihre Abfalltüten nicht neben überfüllte Müllbehälter. Tiere
reißen die Tüten auf und verteilen den Abfall in der Umgebung. Ist der
Müllbehälter voll, nehmen Sie Ihren Müll bitte mit, bis Sie ihn ordnungsgemäß
entsorgen können. Benutzen Sie die Toiletten auf den angelegten Lagerplätzen.
Ist dies nicht möglich, graben Sie für Ihre Exkremente eine kleine Grube, die
anschließend wieder mit Erde abgedeckt wird. Ein kleiner Spaten gehört deshalb
stets zur Kanuausrüstung.
Lagerfeuer?
Im Sommer wird in Schweden oft ein allgemeines Verbot erlassen, das offene
Feuer wie z.B. Lagerfeuer gänzlich verbietet. Aufgrund der Trockenheit ist dann
die Waldbrandgefahr sehr groß, und selbst das Feuer machen in den Feuerstellen
der offiziellen Lagerplätze ist nicht erlaubt. Erkundigen Sie sich deshalb in
Touristenbüros oder bei Kanuvermietern, ob ein solches Verbot erlassen wurde.
Berücksichtigen Sie, dass auch zu anderen Zeiten Brandgefahr herrschen kann.
Wenn Sie dennoch unbedingt ein Feuer entzünden müssen, wühlen Sie hierfür
einen geeigneten Platz: einen steinigen oder kiesigen Untergrund ohne
angrenzenden Bewuchs, am besten in Wassernähe. Berücksichtigen Sie die
Windrichtung, damit kein Funkenflug in Richtung Wald möglich wird. entzünden Sie
niemals ein Feuer auf Felsen oder Klippen, denn diese bersten aufgrund der
Hitzeeinwirkung, und es entstehen unwiderrufliche Schäden in der Natur.
Kunststoffverpackungen sowie andere nicht brennbare Materialien gehören nicht
ins Feuer, denn es bleibt Restmüll zurück.
Auf dem Boden liegende Zweige, Äste und Zapfen dürfen Sie als Brennmaterial
verwenden. Verboten ist es jedoch, Birken zu entrinden oder Bäume zu fällen.
Löschen Sie die Glut anschließend sorgfältig mit Wasser!
Rücksichtnahme auch zu Lande
Stehen Portagen an, dürfen Wohn- und Ferienhausgrundstücke sowie Äcker nicht
überquert werden. Gatter sind nach dem Passieren wieder zu schliessen.
Respektieren Sie das Schild "Enskild Väg", das auf Privatwegen den Autoverkehr
verbietet Rechte und Pflichten in der Natur:
Rechte & Pflichten beim Paddeln:
Lautlos über spiegelblanke Seen gleiten. An wildromantischen Ufern rasten.
Wildtiere beobachten ... Mit dem Kanu erlebt man die Natur hautnah. Hinter jeder
Landzunge, hinter jeder Flussbiegung warten neue Naturerlebnisse. So entdecken
denn auch immer mehr Zeitgenossen die Faszination des Kanuwanderns in Schweden.
Aber die Natur gehört nicht nur den Kanufreunden. Je mehr wir werden, um so mehr
Rücksichtnahme eines jeden einzelnen ist erforderlich. Wir sind Gäste in der
Natur und tragen große Verantwortung gegenüber unserer Umwelt. Dies ist auch der
Grundgedanke des Allmansrätt, des schwedischen Rechtes zum Gemeingebrauch.
Wildtiere beobachten, ohne diese zu stören
Ein Prachttaucher mit Nachwuchs. Ein Fischadler, der hoch über dem See seine
Kreise zieht. Das dort hinten am Ufer muss ein Biber sein. Wildtiere beobachten
zu können, stellt ein Naturerlebnis ganz besonderer Art dar. Hier lautet die
Devise: Beobachten ja, aber bitte nicht stören. Versuchen Sie nicht, den Tieren
so nahe wie möglich zu kommen, um sie z.B. zu fotografieren oder um sie einfach
besser sehen zu können. Benutzen Sie statt dessen ein Fernglas bzw. ein
Teleobjektiv. Da man sich mit dem Kanu beinahe geräuschlos bewegen kann,
passiert es leicht, dass man brütenden Vögeln auf Inseln oder im Uferbereich zu
nahe kommt. Insbesondere in Frühjahr und Sommer, wenn die Vögel brüten und ihren
Nachwuchs aufziehen, müssen Sie besonders umsichtig sein. Werden die Vogeleltern
vom Nest verjagt oder wird die Vogelbrut getrennt, minimieren sich die
Überlebenschancen der Jungvögel
Hier einige Tipps, die Störungen vermeiden helfen:
Paddeln Sie mit offenen Augen durch die Natur! Wenn Vögel oder andere Tiere
nervös auftreten, sind Sie ihnen zu nahe gekommen. Ziehen Sie sich schnell
zurück. Der Prachttaucher, der oft auf Inseln brütet, reagiert auf Störungen
besonders empfindlich. Wenn er in Ufernähe umher schwimmt, liegt sein Nest
vermutlich ganz in der Nähe: Gehen Sie nicht an Land, um eine Pause zu machen
oder um Ihr Zelt aufzuschlagen, wenn sich in der Nähe Nistplätze von Vögeln
befinden. Der Fischadler ist ein weiterer Vogel, der auf Störungen sehr
empfindlich reagiert. Sein Nest befindet sich oft gut sichtbar in der Spitze
einer Kiefer in Ufernähe oder auf einer kleinen Insel. Wenn der Fischadler hoch
oben über seinem Nest in der Luft "steht", sind Sie ihm zu nahe gekommen! Hetzen
Sie keine Vogelfamilie vor Ihrem Kanu her! Insbesondere in schmalen Flüssen ohne
schützende Ufervegetation ist die Gefahr groß, dass die Jungen voneinander
getrennt werden. Sollten Sie in eine solche Situationen geraten, legen Sie eine
Paddelpause ein, bis die Vögel ein Versteck gefunden haben. Wenn Sie mit
mehreren Kanus unterwegs sind, ist es am besten, wenn die Gruppe sich sammelt
und dann in einem Zuge die Vogelfamilie so rasch wie möglich passiert. So stören
Sie am wenigsten.
Bestimmte Gebiete mit besonders empfindlicher Vogelfauna werden als
Vogelschutzgebiete geschützt. Dort ist das Anlandeten oder ein Aufenthalt in der
näheren Umgebung verboten. Auch in anderen Gebieten z.B. in Uferschutzgebieten
oder in Naturreservaten kann das schwedische Allmansrätt durch besondere Regeln
eingeschränkt werden. In solchen Gebieten kann z.B. das Entfachen von
Lagerfeuern oder das Zelten außerhalb der angelegten Lagerplätze verboten sein.
Über die geltenden Vorschriften geben i.d.R. entsprechende Informationstafeln
Aufschluss.
Die Gebiete können auch durch weiße Ringmarkierungen an Bäumen in Kombination
mit einem stilisierten Stern markiert sein.
Am Lagerplatz keine Spuren hinterlassen!
Übernachten Sie in erster Linie auf offiziell angelegten Lagerplätzen. Dort
sind Feuerstelle, Abfallbehälter und Trockentoilette vorhanden. Ist dies nicht
möglich, wühlen Sie Ihren Lagerplatz stets so, dass er außerhalb der Sichtweite
von Wohn- und Ferienhäusern liegt, damit Anwohner nicht gestört werden. Ohne
Erlaubnis des Grundeigentümers dürfen Sie nicht länger als eine Nacht an ein und
derselben Stelle verbringen. Sind Sie in einer größeren Gruppe unterwegs, ist
die Erlaubnis des Grundeigentümers in jedem Fall erforderlich, auch wenn Sie nur
eine Nacht bleiben möchten. Beim Verlassen des Lagerplatzes dürfen keinerlei
Spuren zurückbleiben.
Lassen Sie niemals Abfall zurück, auch nicht den allerkleinsten Schnipsel.
Bedenken Sie bitte, dass nach Ihnen noch andere Kanuwanderer kommen werden und
auch kleine Müllreste sich im Laufe der Zeit summieren. Legen Sie Ihre
Abfalltüten nicht neben überfüllte Müllbehälter. Tiere reißen die Tüten auf und
verteilen den Abfall in der Umgebung. Ist der Müllbehälter voll, nehmen Sie
Ihren Müll bitte mit, bis Sie ihn ordnungsgemäß entsorgen können. Benutzen Sie
die Toiletten auf den angelegten Lagerplätzen. Ist dies nicht möglich, graben
Sie für Ihre Exkremente eine kleine Grube, die anschließend wieder mit Erde
abgedeckt wird. Ein kleiner Spaten gehört deshalb stets zur Kanuausrüstung.
Lagerfeuer?
Im Sommer wird in Schweden oft ein allgemeines Verbot erlassen, das offene
Feuer wie z.B. Lagerfeuer gänzlich verbietet. Aufgrund der Trockenheit ist dann
die Waldbrandgefahr sehr groß, und selbst das Feuer machen in den Feuerstellen
der offiziellen Lagerplätze ist nicht erlaubt. Erkundigen Sie sich deshalb in
Touristenbüros oder bei Kanuvermietern, ob ein solches Verbot erlassen wurde.
Berücksichtigen Sie, dass auch zu anderen Zeiten Brandgefahr herrschen kann.
Wenn Sie dennoch unbedingt ein Feuer entzünden müssen, wühlen Sie hierfür
einen geeigneten Platz: einen steinigen oder kiesigen Untergrund ohne
angrenzenden Bewuchs, am besten in Wassernähe. Berücksichtigen Sie die
Windrichtung, damit kein Funkenflug in Richtung Wald möglich wird. entzünden Sie
niemals ein Feuer auf Felsen oder Klippen, denn diese bersten aufgrund der
Hitzeeinwirkung, und es entstehen unwiderrufliche Schäden in der Natur.
Kunststoffverpackungen sowie andere nicht brennbare Materialien gehören nicht
ins Feuer, denn es bleibt Restmüll zurück.
Auf dem Boden liegende Zweige, Äste und Zapfen dürfen Sie als Brennmaterial
verwenden. Verboten ist es jedoch, Birken zu entrinden oder Bäume zu fällen.
Löschen Sie die Glut anschließend sorgfältig mit Wasser!
Rücksichtnahme auch zu Lande
Stehen Portagen an, dürfen Wohn- und Ferienhausgrundstücke sowie Äcker nicht
überquert werden. Gatter sind nach dem Passieren wieder zu schließen.
Respektieren Sie das Schild "Enskild Väg", das auf Privatwegen den
Autoverkehr verbietet
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