•••Tierwelt/ Elch•••

••• Der Elch

Der Elch (Alces alces) ist weltweit der größte Vertreter der Familie der Hirsche. Ausgewachsene Männchen können eine Schulterhöhe von 190 cm, eine Länge von 320 cm und ein Gewicht von 820 kg erreichen.

Der Elch kommt zur Hauptsache im hohen Norden Europas, Amerikas und Asiens vor, wo lichte Birken-, Erlen- und Weidenbestände das Landschaftsbild prägen. Seine Nahrung besteht aus den Zweigen einer Vielzahl von Bäumen und Sträuchern. Im Sommer sucht er auch gern die Fliess- und Stillgewässer in seinem Lebensraum auf und weidet dort - oft bis zum Hals im Wasser stehend - allerlei Wasserpflanzen ab.

Das Kennzeichen des männlichen Elchs ist sein riesiges, zu Schaufeln verbreitertes Geweih, das in Extremfällen eine «Spannweite» von zwei Metern und ein Gewicht von 43 kg aufweisen kann. Wie alle Hirsche wirft der Elch seine knöchernen Stirnwaffen alljährlich im Dezember oder Januar ab. Im April beginnt dann das neue Geweih unter dem Schutz einer kräftig durchbluteten Haut, dem so genannten «Bast», zu wachsen. Im August ist es voll ausgebildet, und im September streift der Elch den Bast ab. So ist er Ende September, wenn die Brunftzeit beginnt, wieder bereit, mit seinesgleichen um das Vorrecht zur Paarung mit den Weibchen zu kämpfen.

Die Jungtiere kommen im Mai oder Juni - nach einer Tragzeit von etwa 250 Tagen - zur Welt. Meistens sind es eins oder zwei, selten drei. Sie halten sich in den ersten Lebenstagen im Dickicht versteckt, dann begleiten sie ihre Mutter auf deren Fresswanderungen. Nach drei bis vier Monaten sind sie entwöhnt, bleiben aber noch bis zum nächsten Frühjahr mit der Mutter zusammen.

Der wichtigste natürliche Feind des Elchs ist der Wolf. Beobachtungen haben gezeigt, dass den in Rudeln jagenden Wölfen vorwiegend jüngere und kranke Individuen zum Opfer fallen.

 

 

In den letzten Jahren haben sich die Elche zu einer Landplage entwickelt. Jedes Jahr im Oktober beginnt die Elchjagd. Dann ist jeder Schwede, der Wald und einen Waffenschein besitzt auf der Treibjagd. Trotz Abschussziffern von jährlich 100.000 Stück vermehren sie sich drastisch. In einigen Regionen leben schon mehr Elche wie Menschen. Grund für diese Elchplage ist weniger das Fehlen echter Feinde wie Bär, Wolf oder Luchs als vielmehr die schwedische Forstwirtschaft. Durch immer schnellere Folge großflächiger Kahlschläge entstehen große Aufforstungsflächen, die den Tieren in Form von knackig frischen Grüns tonnenweise beste Nahrung zuführen. 

Die gut erreichbare und qualitativ hochwertige Nahrung führt zu immer häufigeren Zwillingsgeburten und besten Überlebenschancen des Nachwuchses. Obwohl Elche durch ihr Äußeres etwas plump erscheinen, können sie doch hohe Geschwindigkeiten erreichen. Sie laufen bis zu 56 km/h schnell und schwimmen schneller als zwei Menschen in einem Kanu rudern können.

Das Geweih des skandinavischen Elches kann bis zu 1,30 m breit werden und wiegt dann bis zu 15 kg. Auf jeder Seite können sich bis zu 15 Enden herausbilden. Obwohl die Elchbullen jeden Winter das Geweih abstoßen, werden nur selten Schaufeln gefunden. Der Grund liegt wohl darin, dass Mäuse, Eichhörnchen und andere Nagetiere die Geweihe wegen der enthaltenen Mineralstoffe auffressen.

Wer mehr über die Elche erfahren möchte, der sollte mal bei Elch - Alces Alces reinschauen. eine tolle Seite mit vielen Infos zu den Elchen.

 

 

 

www.soenkes-schwedeseite.de update: Donnerstag, 09. April 2009/ © Sönkes- Schwedenseite 2006