•••Tierwelt/ Wolf•••

••• Der Wolf

Kein anderes Tier berührt die Gefühle des Menschen so stark wie der Wolf.

Vom Wolf stammt der beste Freund des Menschen, der Hund ab. Gleichzeitig wird der Wolf seit Jahrhunderten als Sinnbild des Bösen bis hin zur Hölle auf Erden gehalten. Er wird immer noch mit etwas Schlechtem oder Bösen in Verbindung gebracht. Selbst im Sprachgebrauch taucht er immer wieder auf ( gefräßig wie ein Wolf, Wolf im Schafspelz usw.).

Nach Jahrhunderten der Verfolgung galt der Wolf in Schweden als ausgerottet. Aber 1978 tauchten die ersten Wölfe in Nordschweden und später auch wieder in Värmland auf. Wahrscheinlich war er nie ganz ausgerottet. Es leben heute ca. 60 bis 70 Wölfe in Norwegen und Schweden. In ganz Skandinavien wird die Zahl auf ca. 100 Tiere geschätzt. Seit 1990 vermehrt sich der skandinavische Wolfstamm jährlich um ca. 30 Prozent. Wölfe gehören in Schweden zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten, sind seit 1966 geschützt und dürfen nicht gejagt werden. Aber nun wird darüber nachgedacht, die Jagd auf die Wölfe, die die Tiere der Bauern töten, wieder frei zugeben. Weltweit wird die Zahl der Wölfe auf 250.000 Tiere geschätzt. Eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, wie lange der Mensch schon versucht, die Tiere auszurotten.

Ein ausgewachsener Wolf wiegt zwischen 35 und 45 kg und erreicht eine Länge von 1,5 m, Schwanz nicht mit eingerechnet. In der Zeit von Februar bis März pflanzen sich die Wölfe fort. Das Weibchen gebärt 9 Wochen später zwei bis sechs Welpen. Nach zwei Jahren sind die Jungtiere geschlechtsreif und werden aus dem Rudel verstoßen.

In Skandinavien leben die Wölfe meistens von Elch, Reh und Rentier. Aber auch Biber, Dachs, Hase oder Wildschwein wird gejagt. Gibt es einmal nicht so viele Tiere, werden auch schon mal Wühlmäuse oder Frösche gefangen. Das Gebiss ist so kräftig, dass selbst ein großer Elchbulle für die Wölfe kein Probleme darstellt. Sie können in 24 Stunden bis zu 200 km in einem speziellen, leichten und energiesparenden Trab zurücklegen. Im Sommer ruhen sie ca. ein Drittel des Tages, im Winter bis zu 24 Stunden am Tag. In der Sommerzeit sind sie meistens in der Nacht aktiv.

Linktipp

Auf der Seite Vargobservationer kann man nachlesen wo in Schweden Wölfe beobachtet worden sind. Dazu gibt es auch eine Karte auf der alle Beobachtungen eingetragen sind. (Leider gibt es diese Seite nur auf schwedisch)
 

Ein Wolfsrudel besteht gewöhnlicherweise aus einem Rüden und einer Wölfin und ihren Jungen des Jahres aber manchmal auch von Jungen von früheren Jahren. Das Rudel ist also eine Familiengruppe. In Skandinavien bestehen zur Zeit die größten Rudel aus 11 Individuen. Alle Wölfe leben nicht in Rudeln. Eventuell leben so viele als 25% von den skandinavischen Wölfen alleine. Ein Wolfsrudel verteidigt sein Revier gegen andere Wölfe und Zusammenstösse zwischen Wolfsrudeln können tödlich ausgehen. Die Reviergröße ist stark von der Zugang an Fraß abhängig. Peilungen von zwei mit Rundfunkgeräten versehenen Wölfen in zwei verschiedenen Rudeln in Mittelschweden zeigten, dass die Rudel sich in Gebieten von mehr als 1 000 Quadratkilometern bewegten, auch wenn das Kernrevier nur 600 Quadratkilometer groß war. Wölfe sind sowohl tag- als nachtaktiv.

Die Wölfe in Schweden und Norwegen hören zu derselben Population. Im Winter 2000/2001 hat man Fährten nach 12 Wolfsrudeln oder Paaren auf der skandinavischen Halbinsel beobachtet, was 80-82 Individuen entspricht. Zusammen mit den allein lebenden Wölfen beträgt die skandinavische Wolfspopulation etwa 100 Individuen. Während des Sommers im Jahre 2000 wurden 9-11.' Wolfsgehecke in Skandinavien festgestellt. Die meisten Wölfe leben in Süd- und Mittelskandinavien in den Provinzen Värmland und Dalarna auf der schwedischen Seite und im Provinz Hedmark in Norwegen

Die nächsten Verwandten des Wolfes sind heute die Hunde, Dingos, Kojoten und Schakale. dann kommen Füchse und Wildhunde. Von diesen Tieren sind Wölfe die am weitesten sozial entwickelten und intelligentesten Tiere.

 

 

 

www.soenkes-schwedeseite.de update: Donnerstag, 09. April 2009/ © Sönkes- Schwedenseite 2006